Vertrauen und Liebe

 

Im Gegensatz zu Vertrauen, dass tiefer in unserem Wesen verankert ist ändert sich Herzensliebe jeden Tag. Wenn wir dies verstehen und akzeptieren fallen viele Fragen und Zweifel weg. Und mit dem Akzeptieren, dass es heute Tränen gibt und morgen Freude, dass Liebe eine sich ändernde Energie ist wird sie langsam tiefer und sich mit kraftvollem Vertrauen verbinden. Dieses Vertrauen wird nach und nach die Veränderlichkeit der Liebe transformieren. Die Jahreszeit dieser Liebe wird dann immer Frühling sein.

Aber man kann es nicht "tun". Versuchen wir es erst garnicht. Alles was wir tun können ist, unser Vertrauen zu stärken und alle Jahreszeiten der Liebe mit der gleichen Einstellung zu akzeptieren - ein Lächeln, Tränen, eine leere Wüste, ein Garten voller Blumen, ein Lied oder einfach Stille.

Wir stärken unser Vertrauen mit regelmässiger Meditation. Und mit Arbeit an der Psyche, die manchmal Spass macht, aufregend ist und deren Ergebnisse uns atemlos machen und dann wieder einfach nur harte Eigen- und Psychotherapie. In der wir genau hinschauen können, wo projizieren wir, vielleicht um eigene Machtteile nicht anzunehmen, vielleicht um schwach und abhängig bleiben zu wollen und viele Varianten mehr. Von "Meditation" und "Beobachten", wenn wir nicht bekommen was wir vom anderen erwarten ganz zu schweigen. Frauen werfen Tantrums oder manipulieren, Männer ziehen sich zurück.

Wir alle, ausnahmslos, sehnen uns zutiefst nach Liebe. Position, Geld, Machtstreben, selbst das verständliche Bedürfnis nach Sicherheit liegen immer darüber. Rücken letztere als Ersatz anstelle der Liebe so läuft etwas schief und das zeigt sich in Krisenzeiten körperlich, spätestens aber im Alter.

Wir ersehnen Liebe von außen, als etwas, dass wir bekommen wollen. Mit Liebe funktioniert es nur anders herum - wir entwickeln sie in uns, geben und - bekommen in Fülle. Oft auf andere Weise als erwartet und gewünscht. Und doch können wir erstaunt feststellen, dass wir erfüllter sind als je zuvor.

"In dir ist eine Quelle. Lauf nicht mit einem leeren Eimer rum."  Rumi

DeHypno® Verlag