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Bhakta Yoga - Meister und Schüler

 

"Die Leute die zu einem Meister kommen können in 4 Kategorien unterteilt werden. Die erste ist der Student, der intellektuelles Wissen erwerben möchte. Mit 1000 und 1er Frage, die er beantwortet haben möchte. Er ist nicht interessiert an Gott, seine Fragen sind über Gott. Er ist neugierig, aber bewegt sich an der Peripherie. Er kommt ein wenig wie Treibholz zum Meister und geht früher oder später wieder. 90 Prozent dieser Leute bewegen sich von einem Meister zum anderen, von einer Schule zur anderen. Sie werden immer weiter Informationen sammeln, aber durch das Sammeln von Informationen findet keine Transformation statt. Durch Information wird das Ego bestätigt. Man erwirbt mehr Wissen, kann sich damit brüsten, weiss aber nichts wirklich von innen heraus. Das Wissen ist geborgt.

Die 10 Prozent, die mit dem Meister bleiben werden sich zur zweiten Kategorie hin verändern. Sie gehen in eine Art Lehre und fangen an, etwas zu tun. Sie sind nicht nur an Wissen interessiert - sie wollen experimentieren und tiefer gehen.

50 Prozent dieser Leute werden den Meister verlassen, weil es unterwegs schwierig wird. Die Arbeit des Studenten ist einfach, alles was nötig ist ist ein gutes Gedächtnis. Die Arbeit eines Lehrlings ist schwierig. Er muss in seinem Körper Änderungen zulassen, er muss sein Atmen ändern, er muss seinen Charakter ändern. So vieles muss geändert werden was ihm bereits tief vertraut ist. Jedes Änderung wird wirklich schwierig für ihn werden. Die Reise wird mühsam. 50 Prozent der Leute der zweiten Kategorie werden früher oder später gehen, defacto später als früher. Sie werden so lange wie es ihnen irgendwie möglich ist bleiben.

Die 50 Prozent die mit dem Meister bleiben verändern sich nun hin zur 3. Kategorie, dem Schüler und Jünger. Nun machen sie sich bereit sich wirklich zu einzulassen. Es ist nicht mehr nur eine Frage des Tuns - jetzt wollen sie es fühlen. Es ist eine Frage des Herzens geworden. Die ersten waren nur intellektuell interessiert, die zweiten liessen sich körperlich ein, die dritten haben sich durch ihr Gefühl eingelassen, mit dem Herzen. Sie haben sich verliebt.

Die wahre Arbeit fängt nur in der 3. Kategorie an, mit den Schülern und Jüngern. Und von den Jüngern gehen nur 10 Prozent jemals weg, 90 Prozent bleiben da. Die 10 Prozent die gehen werden erst im allerletzten Moment gehen, an der Schwelle, an der die 4. Kategorie anfängt. Denn in diesem Moment muss das Ego fallen gelassen werden und einige können dieses Risiko nicht eingehen. Sie gehen so weit wie sie mit ihrem Ego gehen können, mit ihrer Idee und Illusion von Trennung...solange sie sich sicher fühlen.

Sie werden alles andere tun - sie werden in tiefer Liebe mit ihrem Meister sein und sich dem Meister hingeben, aber irgendwo halten sie sich weiter separat. Ihre Hingabe wir ihre Hingabe sein, ihre Liebe wird ihre Liebe sein, weiterhin im eigenen Selbst zentriert. Ihre Hingabe ist ihre Aktivität, ihr Wille. 

Zehn Prozent der dritten Kategorie werden gehen. Sie werden erst im letzten Stadium gehen wenn wirklich etwas passiert, denn in diesem letzten Stadium muss man das Ego aufgeben. Der Meister überzeugt dich ganz langsam. Er nimmt dir kontinuierlich Dinge weg: deine Gedanken, deine Gefühle, deine Glaubenssysteme. Er nimmt alles Beiwerk und am Ende hängt das Ego einfach in der Luft...nur noch ein Stoss und das Ego verschwindet. Aber zehn Prozent der Leute laufen weg. Die neunzig Prozent die bleiben und die durch das Feuer, durch die Auflösung der Illusion von Trennung gehen, erreichen die vierte Kategorie. Sie werden Anhänger, Verehrer genannt, im Yoga "Bhakta". Sie sind eins mit dem Meister geworden - jetzt gibt es keine Trennung, jetzt sind sie ein Wesen, es gibt eine Art von Einheit.

Das ist die Bedeutung von "Bhakta", der vierten Kategorie und es ist das Ziel eines jeden Suchenden. Und nur in diesem vierten Stadium geschieht die Wahrheit. Wenn man weg ist, für immer weg dann kommt Gott herein. Unser Weggehen ist sein Ankommen. Wenn man total leer von seinem eigenen Selbst ist, dann eilt Gott von allen Seiten herein.

Genauso wie die Natur Vakuum nicht mag, mag auch Gott kein Vakuum. Wenn der Schüler an den Punkt gekommen ist, an dem er ganz leer ist dann kommt Anmut und Klarheit und erfüllt ihn. Das ist Gott-Realisieren oder Erleuchtung oder Nirvana, das ist es, was Jesus das Königreich Gottes nennt. Und das Königreich Gottes ist in dir, aber du bis die Barriere. Du muss dich auflösen und den Weg freimachen. Das Königreich Gottes kommt nicht von irgendwo anders herbei. Es quillt aus deinem eigenen Inneren hervor. Sobald der Fels des Egos verschwindet fängt der Frühling an zu fliessen.

Erinnere dich: man muss sich vom Studenten zum höchsten Stadium eines Verehrers hinbewegen. Ein Student zu sein ist einfacher, weil nichts involviert ist, keine Verpflichtung. Ein Lehrling zu sein ist ein wenig schwieriger, weil du etwas tun musst. Du trittst in den Strom ein...du bist zwar noch am flachen Ufer aber bereits in den Strom eingetreten.

Die Arbeit eines Schülers ist sogar noch schwieriger weil er sich in die Mitte des Stroms bewegen muss. Und die Arbeit eines Verehrers, eines "Bhakta" ist einzutauchen, eins mit dem Fluss zu werden, so dass der Schwimmer nicht mehr getrennt bleibt...so dass der Fluss des Lebens alles ist was bleibt. Und dann ist Seligkeit und Segnung da. Das ist der paradiesische Zustand."

Text aus einer Rede eines erleuchteten Mystikers