Aus Projektionen aussteigen

Was ist eine Projektion? Wir projizieren etwas auf unsere Mitmenschen, wenn wir ihnen eigene verborgene Schwächen, die wir in uns selbst schwer wahrnehmen können zuschreiben. Unsere Ängste und Sorgen, Wut oder Egoismus zu uns zurückzuholen ist ein wichtiger Schritt zu Kraft und Stärke und holt uns aus der Abhängigkeit. Das überhaupt zu erkennen ist nicht einfach und die Welt wäre in einem besseren Zustand, wenn wir es könnten.

Ein Beispiel: Mutter und Kind leben getrennt vom Vater. Die Mutter beklagt sich, dass der Vater ein krimineller Schläger ist, der nur manchmal, wenn überhaupt Unterhalt gezahlt hat und nicht nur in Sachen Geld ständig "trickst", lügt usw. In einer Therapiesitzung wird klar, dass es eine handgreifliche Auseinandersetzung gab, an der beide beteiligt waren. Der Vater hat nachweislich weit mehr gezahlt, als er rechtlich müsste. Manchmal hat er versucht, auch ein Mitspracherecht bei Entscheidungen bspw. über die Wahl der Schule des Kindes zu bekommen. Oder er wollte sein geliebtes Kind öfter sehen können. Wenn das nicht möglich war und er sein Besuchsrecht nicht wahrnehmen konnte, hatte er es anders versucht, z.B. die Zahlung ausgesetzt, usw.

Die Mutter aus unserem Beispiel dagegen fühlte sich verunsichert. Sie hat ein Kind allein zu versorgen, sie hat zwar einen neuen Partner, aber dieser hat eigene Kinder. Sie hatte oft versucht noch mehr Geld vom Vater ihres Kindes zu erhalten, so dass sie Rücklagen bilden kann. Sie arbeitet nicht. Das ist gut, solange Kinder noch klein sind. Der Vater hingegen möchte Mutter und Kind so gut wie möglich unterstützen, schliesslich liebt er sein Kind. Er bekommt es allerdings mit der Angst zu tun, wenn seine Leistungen immer höher werden und - wenn er dieses Mehr dann nicht zahlt oder einmal nicht zahlen kann, er infolgedessen sein Kind nicht sehen darf und seitens der Mutter geschwindelt und geschwiegen wird. Männer können mit Manipulationen, Kontrolle und nörgelnder Kritik von Frauen schwer umgehen und flippen aus oder ziehen sich zurück. Das Kind bekommt diese "Zustände" natürlich mit und sie werden ihm sogar später noch geschildert, wenn es schon volljährig ist. Nun möchte es eigene gut funktionierende Partnerschaften leben können und später ohne solche Probleme Kinder haben. Klappt das? Nein.

Viele Menschen kennen solche oder ähnliche Situationen. Beide Elternteile wollten meistens das Allerbeste, besonders in einer Trennungssituation. Warum konnte das nicht gelebt werden und hat sogar dem Nachwuchs Schaden zugefügt? Welche besseren Lösungen hätte es gegeben? Zunächst Entspannung. Akzeptieren was ist. Am eigenen Vertrauen arbeiten. Auch ein dickes Bankkonto gibt oft keine Sicherheit. Man kann krank werden oder sogar sterben. Naturkatastrophen zerstören Häuser und Besitz. Kriminelle Gewalt umgibt uns immer mehr. Man kann einen Unfall haben oder anderes Leid erleben.

Wenn wir das, was ist annehmen und unsere Einstellung dazu verändern, Projektionen erkennen und Verurteilungen abstellen wird Raum für neue originelle Lösungen und frischer Schwung geschaffen, wenn es im Leben mal wieder schwierig wird.

Wenn man sich sehr verletzt fühlt verleugnet man leicht den eigenen Anteil an einer schwierigen Situation und teilt ihn anderen zu. Was zur Folge hat, dass gekämpft wird statt friedliche Lösungen zu finden - die allen gut tun und Entspannung bringen.

Unsere Trancen und Meditationen helfen dabei. Den grossen Raum unseres Unbewussten einzubeziehen lässt uns weiter, offener und klarer werden.